Kaffeedate als fester Anker

Freundschaften muss man pflegen um sie am Leben zu erhalten. 

Deshalb treffen meine Freundin Juliane und ich uns seit ein paar Jahren regelmäßig. Zuvor gab es immer wieder Schwierigkeiten uns zu verabreden. Termine mit den Kindern, berufliche Verpflichtungen, es kam so oft etwas dazwischen. Wir haben dann beschlossen, einen festen Termin für regelmäßige Treffen einzuplanen. Man sagt immer: „Wir müssten uns mal wieder treffen.“ Doch zwischen Müssten und Machen liegt ein großer Unterschied. Ein fixer Termin reduziert Ausreden und Diskussionen. So profitieren wir langfristig von dieser Entscheidung. 

Jede Woche treffen wir uns in einem Café in der Severinstraße. Das ist für uns beide gut erreichbar. Die Dauer unseres Treffens ist nicht immer gleich. Manchmal haben wir nur eine halbe Stunde Zeit, manchmal länger. 

Es ist uns beiden sehr wichtig, diesen Termin einzuhalten. Das wirkt fast altmodisch. Aber es ist wie ein stilles Versprechen: Ich nehme mir Zeit für dich. Du bist mir wichtig. Es bedeutet, auch dann zu kommen, wenn die Zeit knapp ist. Oder rechtzeitig Bescheid zu sagen, auch wenn mal etwas dazwischenkommt. Das ist unsere gegenseitige Wertschätzung. Diese Verlässlichkeit macht unsere Freundschaft aus auch über unsere wöchentliche Kaffeeverabredung hinaus. 

Gerade in stressigen Zeiten ist unser Kaffeedate ein fester Anker.

Anke Lutsch

zwei Kaffee (c) Silvia Bins