St. Severin lässt lesen…

28.03.26, 15:00
Dominic Gansen-Ammann

 

- ein Blick in die Welt der Dichterin Mascha Kaléko

Schon eine halbe Stunde vor der eigentlichen Lesung sammelten sich am Montag, den 23.03.2026, die ersten Interessierten vor unserer Bücherei St. Severin, um sich ab 19.30 Uhr von Bernhard Riedl und Barbara Kozikowski literarisch und musikalisch entführen zu lassen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Organisatorin der Veranstaltung, Ingrid Rasch, wurde es still in unserer kleinen Bücherei, obwohl sich hier an diesem Abend rund vierzig Gäste drängten und zusätzliche Stühle aus dem Keller herbeigeholt werden mussten.

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Bevor Bernhard Riedl mal heiter, mal schwermütig, doch stets unterhaltsam und mit fein geführtem Spannungsbogen in acht Kapiteln Auszüge aus den Werken der Dichterin Mascha Kaléko vortrug, zeichnete er ein Bild vom Leben, Lieben und Leiden der jüdischen Künstlerin. Sie wurde 1907 in Galizien, Österreich-Ungarn, geboren und starb 1975 in Zürich in der Schweiz. Ihr Lebensweg führte sie über Frankfurt am Main, Marburg, Berlin, New York nach Jerusalem. Schwer geprüft wurde sie u. a. durch den frühen Tod ihres musikalisch hochbegabten Sohnes. Ihre Werke werden der Neuen Sachlichkeit zugerechnet und als ironisch-zärtlich-melancholisch beschrieben.

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Barbara Kozikowski fing mit ihrem Saxophonspiel in den Pausen zwischen den Kapiteln der Lesung die Atmosphäre der Werke von Mascha Kaléko stimmig ein. Entsprechend begeistert wurde den beiden Darbietenden nach etwa 90 Minuten applaudiert.