25.-28. Juli 2026 – ein Rückblick
Man kann wahrlich nicht behaupten, die diesjährige Fußwallfahrt habe unter einem besonders guten Stern gestanden:
Für das erste Sommerferienwochenende, an dem unsere Fußwallfahrt traditionell in den letzten Jahren regelmäßig stattgefunden hat, war keine passende Unterkunft zu finden. So musste der Termin auf das zweite Wochenende verschoben werden. Außerdem mussten mehrere Pilger – darunter unser Kaplan Sven Thomsen – ihre geplante Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen absagen. Auch war unser langjähriger Pfarrer, Johannes Quirl, zum ersten Mal seit vielen Jahren nicht mehr dabei. Besonders aber der Umstand, dass es die erste Wallfahrt ohne die im Dezember 2025 verstorbene Brigitte R. war, war einschneidend und emotional belastend. Das galt natürlich in allererster Linie für ihren Mann, Norbert R., der auch und vielleicht gerade in dieser Situation nicht auf seine Teilnahme verzichten wollte. Brigitte R. hat über viele Jahre auch im Vorbereitungsteam mitgewirkt.
So blieb am Ende eine auf 15 Teilnehmer "geschrumpfte" Pilgergruppe ohne einen Geistlichen oder sonstigen theologischen "Profi". Dennoch war am Ende das Feeback innerhalb der Gruppe durchweg positiv. Das lag sicherlich zum einen daran, dass die Organisation wie auch schon in den vergangenen Jahren auf mehrere Schultern verteilt war. Diese Schultern gehören Wigbert O., Thomas und Birgit S. sowie Brigitte B. Bis zu seiner Erkrankung war auch Kaplan Sven Thomsen im Vorbereitungsteam. Aber auch die Gruppe selbst ist mittlerweile zum großen Teil ein gut eingespieltes Team – ohne sich neuen Interessenten zu verschließen.
Die Wallfahrt führte in vier Tagesetappen jeweils in einer großen und einer kleinen Runde um den Laacher See, auf eine 4-Berge-Tour und zum Abschluss in das schöne Städtchen Monreal. Beten, Singen, Schweigen und zwanglose, aber dennoch oft tiefgründige Gespräche haben dabei all unsere Etappen geprägt. Außerdem gab es vom Vorbereitungsteam interessante historische Geschichten zu den jeweiligen Orten zu hören. Nach getanem "Pilger-Tagewerk" kam dann wie immer auch der gesellige Tagesabschluss bei dem einen oder anderen Getränk nicht zu kurz.
Nächstes Jahr wird die Fußwallfahrt voraussichtlich wieder am ersten Ferienwochenende stattfinden, und zwar im Münsterland. Dann werden hoffentlich einige altbekannte Gesichter wieder dabei sein, die wir dieses Jahr vermisst haben. Wir freuen uns aber auch immer über "Neu-Pilger", die sich mit uns auf den Weg machen wollen.