Neulich in der Kantine: "Hallo Claudia, du bist ja doch hier – ich dachte, du wärst rot."
"Eben deshalb bin ich hier", sagt sie und grinst.
Falls Sie jetzt ratlos blinzeln: willkommen in der modernen Bürowelt, in der Farben viel über uns verraten.
Wer den Tag vor dem Bildschirm verbringt, hat meist eine Kommunikationssoftware im Hintergrund laufen – häufig Microsoft Teams. Dort kann man Textnachrichten schreiben, telefonieren, virtuelle Meetings abhalten und vor allem: den Status aller Kolleginnen und Kollegen beobachten.
Jede Person hat einen farbigen Status:
| Grün |
– verfügbar |
| Orange |
– inaktiv bzw. abwesend |
| Rot |
– beschäftigt |
| Weiß/grau |
– offline |
Der Status richtet sich sowohl nach der aktuellen Aktivität als auch nach Kalendereinträgen.
Wer keinen Kalendereintrag für die Mittagspause setzt, kann in Meetings eingeplant werden.
Claudia war also rot markiert, weil sie sich selbst einen Termin für das Mittagessen gesetzt hatte.
Für viele Menschen ist es inzwischen völlig normal, den ganzen Arbeitstag von einem virtuellen Meeting ins nächste zu springen.
Gutes Zeitmanagement bedeutet darum, Pausen im Kalender einzuplanen und zu verteidigen. Fünf bis zehn Minuten zwischen den Terminen können schon reichen, um einmal durchzuatmen, einen Kaffee zu holen und kurz zu vergessen, dass der nächste Call einen schon erwartet.
Monika D.